Im Büro stört selten die reine Lautstärke, sondern verständliche Sprache vom Nachbartisch, die sich nicht ausblenden lässt. Studien zur Büroarbeit zeigen seit Jahren denselben Befund, den unsere Kunden aus dem Alltag kennen – jede mitgehörte Silbe unterbricht die eigene Konzentration. Unsere Maßnahmen richten sich deshalb gezielt gegen Sprachschall auf Ohrhöhe und gegen den Hall, der ihn durch den Raum trägt. Absorbierende Trennwände zwischen den Plätzen, Wandabsorber an Reflexionspunkten und Deckensegel über den Zonen greifen dabei ineinander, gefertigt aus recyceltem PET in unserer Manufaktur in Kempten.
Wo Bürolärm entsteht und welche Fläche ihn aufnimmt
Drei Wege bestimmen, wie Sprache vom Sprecher zum unfreiwilligen Zuhörer gelangt. Der Direktschall auf kurzer Distanz, die Reflexion über harte Wände und Scheiben sowie der diffuse Hall des gesamten Raums. Gegen den Direktschall setzen wir absorbierende Trennwände aus 25 Millimeter starkem PET-Fiber zwischen die Arbeitsplätze; sie schlucken die Energie, statt sie wie Glaswände nur umzulenken. Reflexionspunkte an Wänden – typischerweise gegenüber von Telefonierenden oder entlang schmaler Flure – belegen wir mit passgenau gefrästen Wandabsorbern. Den Grundpegel des Raums senkt schließlich die Deckenebene, deren Wirkung wir auf der Seite Hall im Büro reduzieren im Detail beschreiben. Welche der drei Ebenen den größten Hebel bietet, zeigt die Messung vor Ort. Wir dokumentieren dabei Nachhallzeiten je Zone und priorisieren die Maßnahmen so, dass das Budget zuerst dort wirkt, wo die Beschwerden der Mitarbeitenden tatsächlich entstehen. Diese Priorisierung hat sich in Projekten von Einzelbüros bis zu kompletten Verwaltungsetagen bewährt, weil sie sichtbare Ergebnisse liefert, bevor das gesamte Budget gebunden ist.
Lärm am Arbeitsplatz senken, ohne Kommunikation zu verhindern
Gute Büroakustik trennt nicht die Menschen, sondern die Geräusche. Teams sollen sich weiterhin kurz abstimmen können, ohne dass jedes Gespräch drei Tische weiter ankommt. Unsere Trennwände enden deshalb meist auf Sicht- statt Raumhöhe, halten die Fläche offen und schaffen trotzdem akustische Distanz. Farbige Oberflächen, gefräste Muster oder Filzoptik machen aus den Absorbern zugleich ein Gestaltungselement, das Zonen im Büro markiert. Für Rückzugsbereiche und Telefonecken kombinieren wir Wandabsorber mit halbhohen Raumteilern zu ruhigen Inseln innerhalb der Fläche. Das Material bleibt dabei durchgängig dasselbe – emissionsfreies, schwer entflammbares PET-Fiber aus recyceltem Rohstoff, das mit rund 4000 Gramm pro Quadratmeter leicht genug für flexible Umbauten ist. Besprechungsboxen und Meetingräume behandeln wir gesondert, weil dort Videokonferenzen eigene Anforderungen stellen; unser Vorgehen dafür steht auf der Seite Akustik im Besprechungsraum verbessern. Nach der Umsetzung bleibt das System offen für Veränderungen – wächst ein Team oder ändert sich die Belegung, ergänzen wir einzelne Elemente aus derselben Fertigungslinie, damit Farbe und Oberfläche über die gesamte Fläche durchgängig bleiben.



















